Wie lange sollte mein Dunkelretreat sein?

Die optimale Länge eines Dunkelretreats ist sehr individuell. Es ist sehr wichtig, dass sich die geplante Zeit für dein Retreat stimmig anfühlt. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die glücklichsten Dunkelretreat-Gäste diejenigen sind, die mindestens 12 Tage in kompletter Dunkelheit verbringen. Denn bei  einem längerem Aufenthalt in der Dunkelheit gelangt man automatisch sehr viel schneller auf höhere Stufen der Bewusstheitserweiterung und Selbstheilung.

Das kommt einfach daher, weil wir ca. fünf Tage brauchen, um gewisse Hormonausschüttungen im Körper zu aktivieren und dadurch dann ein tiefes Loslassen erst richtig beginnen kann. Die eigentlichen tibetischen, indischen und auch schamanischen Retreats finden häufig sogar für viele Jahre statt. Dies sind sehr sehr tiefe und intensive spirituelle Prozesse, die dort erlebt werden. Wahre tibetische Einweihungen beginnen meist mit einem 7 x 7 Wochen Dunkelretreat – also genau 49 Tage. Die Zahl 7 x 7 ist sehr heilig-  so dass sich ein Retreat über diesen Zeitraum wie eine energetische Neugeburt anfühlt.

In Tibet wird das Einweihungsretreat auch deshalb so lange vollzogen, da das Seelenlicht dann häufig sehr hell und besonders lange physisch sichtbar wird. Das Arbeiten mit Parallelwelten und die Kommunikation mit dem wirklichen höheren Selbst geschieht meist in so einem langem Retreat wie von allein. Je nach Energielevel und Vorerfahrung ist es aber auch vielen Dunkelretreat Gästen möglich, diese transformierenden Erlebnisse in kürzerer Zeit zu erfahren.

Meine ganz persönliche Erfahrung ist es, dass für viele das innere Licht schon nach fünf bis sieben Tagen langsam für einige Stunden am Tag beginnt  mit den physischen Augen sichtbar zu werden. Ab dann beginnen die spirituellen und heilsamen Erfahrungen in uns selbst, die uns tiefer und tiefer in unsere Seelenebene führen. Daher ist meine Empfehlung für mindestens 14 bis maximal 49 Tagen in der Dunkelheit zu verbringen.

“Kein Licht gibt es, das heller leuchtet als die Strahlen, die von einem menschlichen Wesen ausgehen, das in der Dunkelheit des Mutterschoßes eingeschlossen ist.” Khalil Gibran